Sonntag, 24. April 2016

Reichelsdorf - die Engländer !

Am 21. Mai 2016 gibt's den >>Tag der offenen Rennbahn<< in Nürnberg und die Track Racer sind mitten drin und dabei. Es ist für uns der Auftakt in die Saison 2016.


Unsere englische Fraktion wird einen schönen Querschnitt aus den 10er bis 50er Jahren zeigen.

Jochen wird seinen Norton Renner und seine Matchless mitbringen.
Norton mit Riemenantrieb
Die Norton ist zwar keine Brooklands Special Version (die hatte eine andere Nockenwelle und einen anderen Auspuff), aber dieser Typ wurde von Norton in >>Brooklands<< und bei der Isle of Man TT noch 1921 eingesetzt. Die OHV Maschinen kamen erst ein Jahr später.







Die Matchless wartet auf ihren Einsatz
Die Matchless ist eine G 3 L und ein echter Zementbahnrenner. In den 50ern von Erwin Bremer, Wuppertal auf den Bahnen in Deutschland eingesetzt.
 
Jürgen fährt eine riemengetriebene Rudge Multi Bj 1915. Die Kiste hat 500ccm und ca. 10 PS.
Die Bahn in Nürnberg ist steil genug
 Mit diesem Modell wurde 1914 die TT gewonnen.
Jürgen fährt das Motorrad seit mehr als 15 Jahren. Und das 10PS ausreichen um so eine Kiste schnell um die Bahn zu lenken, beweist er immer wieder. Jürgen ist zusammen mit Michael einer unserer Schnellsten.
Die Rudge an der Bande in Nürnberg

Die Engländer komplettiert Carsten mit einer Sunbeam. Das ist ein TT90 Werksrenner von 1927.
Wahrscheinlich sogar die Maschine mit der Graham Walker 1927 den Großen Preis von Europa gewonnen hat. Bei der TT 1927 belegte die Maschine den 5. Platz.
Das Motorrad wurde Ende der Sechziger Jahre durch Helmut Krackowitzer aus England nach Österreich geholt und verbrachte über 40 Jahre in Museen (u.a. im Rennsportmuseum am Hockenheimring) bis Carsten die Kiste wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zuführte: Fahren.
Fortsetzung folgt !

Donnerstag, 21. April 2016

6. Austrian Indian Tour-Der Film ! Teil 2

Florian hat den zweiten Teil seines Films über die Austrian Indian Tour 2016 fertiggestellt. Also genau gesagt, den Teil über den 2. Tag, an dem wir von unserem Quartier auf dem Dientener Sattel nach Hallstatt, vorbei am Traun-, am Atter- und am Mondsee über die Postalm zurück nach Dienten gefahren sind.



Den ersten Teil gab es >>hier<<  zu sehen.

Und: Man achte auf das Wetter und  insbesondere den Himmel !

Fortsetzung folgt !


Dienstag, 19. April 2016

Kleinkraftradkennzeichen !

Achtung heute ist der Stoff etwas länger und trockener ! Aber hoffentlich trotzdem interessant. Oder gerade deswegen ! ;-)

Eigentlich sollte man ja meinen, dass in Deutschland alles genau geregelt ist und jedes Amt weiß, was richtig und was falsch ist, was zulässig ist und was nicht. Und das Bundesweit. Aber weit gefehlt. Wenn dann noch die EU ins Spiel kommt, wird's endgültig kompliziert.
So geschehen bei der Erteilung von kleinen Nummernschildern (Kleinkraftradkennzeichen) für Oldtimer Motorrädern mit EZ vor 1958. Bis 2007 war zumindest klar, dass solche Motorräder ein Kennzeichen der Größe 255 x 130mm bekommen, da das bauartbedingt nicht anders möglich ist. Stichwort: zB Ausleuchten des Kennzeichens.
Kuchenblech, neues Motorrad-, Kleinkraftradkennzeichen
Ok, einige Zulassungsstellen verlangten ein entsprechendes Gutachten, aber eigentlich war das bei allen eine klare Sache. Für neuere Motorräder gab es das sogenannte Kuchenblech mit der Größe bis zu 28x20. Da war dann das Blech hinten manchmal grösser als das ganze Motorrad. ;-)

Im Jahr 2007 wurde dann die Zulassungsverordnung im Zuge einer (EU ?) Harmonisierung geändert. Und die Bestimmung, dass Motorräder mit EZ vor 1958 ein kleines Nr Schild erhalten, ging irgendwie in den Instanzen verloren. Und damit ging der Kampf um die Kleinkraftradkennzeichen richtig los. Das >>VFV Forum<< ist voll mit absonderlichen Geschichten um den Kampf und die unterschiedliche Handhabung von Zulassungsstelle zu Zulassungsstelle.

Sowohl das alte, als auch das neue Kennzeichen sind zu groß für Oldies
Aber dann kam das Jahr 2011 mit dem kleineren Kennzeichen 18, 20 oder 22 cm (Breite) mal 20 cm (Höhe) für alle Motorräder. Ein Segen für die Motorradwelt, aber ein Fluch für die Oldtimer.
Willy Hof demonstriert den Unterschied
Denn wieder wurde das Kleinkraftradkennzeichen vergessen. Oder als nicht so wichtig angesehen. Oder einfach gedacht, dass das ja damit erledigt sei. Also ging der Kampf an den Zulassungsstellen weiter. Leider immer weniger erfolgreich für uns Oldtimerfahrer. 
Da strahlt der Verkehrsminister - leider was vergessen
Seit 2010 wirkte allerdings der VFV in Person von Willy Hof, Hannes Goetze und Heinz Kindler in verschiedenen parlamentarischen Kreisen an einer Änderung. Und jetzt gibt es endlich eine Erfolgsmeldung. Der lange und beharrliche Kampf hat sich ausgezahlt.

Hannes Götze meldet am 25.03.2016 im VFV Forum:

Zitat von Hannes Goetze

Bericht :
Seit Gründung des Parlamentskreises des Deutschen Bundestages Automobiles Kulturgut vor 5 Jahren, haben Willy Hof und ich immer wieder in den Sitzungen auf die Probleme bei derErteilung des kleinen Kennzeichens, auch Kleinkraftfahrzeugkennzeichen genannt, 135x240mm, hingewiesen. Wie die Oldtimerei generell ist auch der Parlamentskreis autolastig, sodass unser Anliegen oftmals nicht ernst genommen wurde.
Der Durchbruch war die Aufforderung an mich, im Oktober 2015 einen Arbeitskreis Kl. Kennzeichen zu bilden.
Die sechs Teilnehmer namhafter Organisationen konnte ich Ende Januar 2016 in meine Hobbywerkstatt einladen. Dort war es dann einfach, den Herren an verschiedenen Motorrädern zu zeigen, dass eine Montage des ``neuen`` Motorradkennzeichens 200x240mm nicht möglich ist - abgesehen von der unzureichenden Ausleuchtung.
Dieser Termin veranlasste den Leiter des Parlamentskreises , Herrn Staatssekretär Müller, die gesamte Problematik für die nächste Parlamentskreissitzung als Tagesordnungspunkt auf die Agenda zu setzen.
Die Sitzung fand im Februar 2016 statt. Ich konnte in einem kurzen Vortrag die Historie des
Kl. Kennzeichens, die Handhabung nach der Änderung der StVZO in die FZV, usw. erläutern. Absolut überzeugend waren dann die fünf am Ende von mir gezeigten Videosequenzen, in denen die Problematik der Montage eindringlich gezeigt wurde.
Von den 35 Teilnehmern namhafter Organisationen war die Mehrheit entsetzt über die Situation.
Herr Theis, Ministerialrat und Leiter des Referates LA 20, Fahrzeugtechnik, im Bundesverkehrsministerium lud mich spontan zur 161.Sitzung des Bund-Länderfachausschusses Technisches Kraftfahrtwesen am 15.März 2016 nach Kiel ein.
Hier waren alle Leiter der Länder-Verkehrsministerien vertreten, denen auch alle Zulassungsstellen untergordnet sind. Ich konnte wieder meine Erläuterungen mit den Videosquenzen vortragen. Es folgte eine engagierte Diskussion, wobei vielen Ländervertretern die Problematik so nicht bekannt war. Man bedenke, dass allein Bayern 98 Zulassungsstellen hat und damit die meisten in Deutschland.
Nach meinem Tagesordungspunkt verließ ich die Sitzung, die über zwei Tage ging.

Folgendes wurde beschlossen :
Das Bundesverkehrsministerium wird informiert und die Länderverkehrsministerien weisen ihre Zulassungsstellen an, das kl. Kennzeichen bei Vorliegen eines Gutachtens einer anerkannten Prüforganisation ohne weitere Forderungen an Motorräder mit einem Baujahr vor 1958 zu erteilen.

Hiermit haben wir wieder die alte Regelung, die bis 2007 Bestand hatte.
Sollte es wider Erwarten dennoch Probleme geben, ist mit einer entprechenden detaillierten Erläuterung das VFV - Sekretariat zu informieren.

So soll es sein !
Jetzt bleibt also abzuwarten, dass diese Anweisung erfolgt ist und bei den Zulassungsstellen angekommen ist. Quasi der Gang durch die Institutionen. Ende März war bei der Zulassungsstelle in Siegen mal noch nichts bekannt. Aber ich denke, das wird noch.

Ein tolle Sache, die zeigt, dass sich Beharrlichkeit auszahlt. Und die zeigt, wofür so ein Verband wie der VFV gut ist. Mitglied kann man >>hier<< werden. 

Dienstag, 12. April 2016

6. Austrian Indian Tour-Der Film !


>>Florian "Papa Flo" Michel<<, der uns auf seiner (modernen) BMW als Scout und Pfadfinder die ganze 1.024 km lange Tour begleitet hat, hat unterwegs eine Menge Bilder und Filme gemacht. Unter anderem auch mit einer Drohne.
Er hat jetzt einen Film zusammengeschnitten und auf YouTube gestellt. Na gut, nicht die ganze Tour auf einmal, sondern den ersten Teil, also den ersten Tag, der uns unter anderem über die Rossfeldstrasse auf den Obersalzberg geführt hat.



Meinen Bericht im Blog über die Alpentour gibt es >>hier<< zum Nachlesen. Und auf der >>AIT Seite<< sind ne ganze Menge Infos und Bilder der Tour.
Und: Man achte auf das Wetter !
Fortsetzung folgt !

Mittwoch, 30. März 2016

Neues vom American Excelsior Mann !

Thomas hat seine Webpage >>American-X.org<< wiederbelebt und mit Inhalten gefüllt. Nun gibt es ein Online >>Orderformular<< für die Bücher, also auch für das >>American Excelsior<< Buch. Erscheinen wird es Ende Mai. Da das Buch in englisch geschrieben ist, wird der überwiegende Teil in die USA gehen. Also sollten die Europäer frühzeitg (pre-) ordern. Denn: Vorbestellung sichert ein Exemplar und Vorfreude ist die schönste Freude.

Das Titelbild finde ich äusserst gelungen. Die Blütezeit der Excelsior Autocycle Company. 300 Motorräder in einem Jahr nach Salt Lake City ! 
No hill to steep, no sand to deep !

Und was auf welcher Seite steht, steht auch fest
Und im Buch findet man solch schöne Bilder aus der Blütezeit des Excelsior Rennsports. Natürlich auf einer Doppelseite in hervorragender Qualität.
1919er Excelsior Race Team mit Big Walve Excelsiors. Jock MacNeil, Joe Wolters, Carl Goudy, Bov Perry, Wells Bennet
Einige Auszüge aus dem Buch



Mr Layout "Eggi" Eschenbacher

Thomas - das Buch wird der Knaller !






Freitag, 25. März 2016

Hans dreht keine Runden mehr !

Gestern abend erhielt ich die Nachricht, dass der ehemalige Steilwandfahrer und Freund Hans Mack am 23. März 2016 im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Wir werden Hans als einen liebenswerten Menschen in Erinnerung behalten ! Jetzt dreht er seine Runden im Himmel !
Und Hans, immer dran denken: In den Kurven entscheidet es sich !

Wer sich ein bisschen informieren will, wer Hans war, schaut in meinen Blog-Beitrag aus Juli 2011 >>Hans der Todeswandfahrer<<

Donnerstag, 24. März 2016

Trackrace Reichelsdorfer Keller !

Dieses Jahr können wir zum 3. Mal im Reichelsdorfer Keller starten ! Nach den >>Schnupperrunden 2014<< und der >>Hitzeschlacht 2015<< drehen wir diesmal anlässlich des >>Tags der offenen Rennbahn<< am 21. Mai 2016 auf der ältesten noch erhaltenen Radrennbahn Deutschlands unsere Runden.
Die 400m-Bahn wird übrigens noch heute von dem >>"Verein-Sportplatz-Nürnberg e. V.“<< betrieben. Dieser hatte 1903 den Auftrag zum Bau der Anlage gegeben, die im August 1904 vor 10.000 Zuschauern in Betrieb genommen wurde. Das ist schon irgendwie etwas besonderes für uns auf solch einer historischen Bahn zu fahren. Leider sind die Tage der Bahn gezählt. Der Renovierungsbedarf der Bahn ist zu groß, als dass der Verein das stemmen könnte. Daher soll es einen überdachten >>Neubau mit 250m Bahn<<  im Süden von Nürnberg geben. Zwar schade, dass wieder ein Stück Historie verloren geht, aber auch irgendwie verständlich. Aber so 3-4 Jahre soll die Bahn noch halten.
Startaufstellung Reichelsdorfer Keller ca 1906
Ca 20 Boardtracker werden am 21. Mai 2016 am Start sein und das Starterfeld ist bereits voll. Wir werden versuchen die ganze Palette der Bahnmaschinen aus der Anfangszeit des Bahnsports bis in die Nachkriegszeit an den Start zu bringen. Englische, französische, deutsche und amerikanische Maschinen werden zu bewundern sein. Zuschauen und vor allem auch Zuhören ;-) lohnt sich also.
Startaufstellung Reichelsdorfer Keller 2015
Der offizielle Beginn der "Offenen Rennbahn" ist um 14.00h. Wir drehen aber schon vormittags ab ca 10.00h unsere Runden. Ab 17.00h gibt es dann die Bayrischen Steher Meisterschaften. Mehr Info zum offiziellen Programm am Nachmittag dann demnächst in diesem Theater. 
Ach so - noch was. Wer nicht persönlich zum Zuschauen kommen kann, kann über die >>Web-Cam<< dabei sein.

Dienstag, 22. März 2016

Ölmenge Indian Chief OD !

Es gab ein paar Verwirrungen über die Ölmenge, mit der ein 4-Speed Over Drive Getriebe befüllt werden soll. Einige meinten, die Menge sei mal von ursprünglich 10-12oz, also 0,3-0,35l, auf 20oz = 0,6l erhöht worden. Andere wiederum waren der Meinung, dass es genau umgekehrt war und die Menge entsprechend reduziert worden sei. In meinem Manual von 2011 steht 10-12 oz.
10-12oz Synthetic 85/90
Hierüber gab es auch eine lebhafte Diskussion auf >>Virtual Indian<< unter der Überschrift '4-speed damage'. Da hatte einer ein ähnliches Problem wie ich mit einem defekten Getriebe. Schlußendlich wußte nun keiner so genau, was denn nun die richtige Ölmenge ist. Klar war und ist, das synthetisches Getriebeöl 85/90 reingehört.
Ich habe dann mal den immer hilfreichen >>Ed Glasgow<< angemorst und er kam über Nacht mit einem Beitrag von >>Frank Byford/4-Speed Overdrive.com<< aus 2003 (!) aus Virtual Indian zurück. 


Frank führt darin aus, dass es bei der Betriebsanleitung im Jahr 2003 einen Druckfehler gegeben hat und die Menge von 10-12oz mit 0,6l angegeben wurde, anstatt richtig mit 0,3-0,35l. Also war und ist die richtige Ölmenge schon immer 10-12oz gewesen. Und nochmal zur Erinnerung: Der Ölstand von 0,3l liegt über der Kontrollschraube ! Das hätte man auch anders lösen können denke ich. Denn was nützt mir eine Kontrollschraube, aus der beim Öffnen die volle Suppe kommt ?

Noch eine Ergänzung - nicht das einer auf falsche Gedanken kommt. Alles nach bestem Wissen hier geschrieben. Garantie gibt's dafür nicht. Ich bleibe aber dran.

Freitag, 18. März 2016

10 Jahre Darmstadt Vollgas-Rennspass !

Jetzt gibt es auch das Plakat dazu !

Ablauf:
Anreise schon am Freitag möglich.


Ablauf Samstag:
9-12 Uhr: Freies Fahren


13:30 Uhr: Offizieller Beginn


13:30-13:40 Uhr: Velosolex und Mopeds bis 50 ccm
13:50-14:00 Uhr: Motorräder 1900-1935
14:10-14:20 Uhr: Motorräder 1936-1945
14:30-14:40 Uhr: Motorräder 1946-1955
14:50-15:00 Uhr: Motorräder 1956-1975
15:10-15:20 Uhr: Board-Track
15:30-15:40 Uhr: Gespanne

Ab 16.00 Uhr nochmal derselbe Ablauf: immer zehn Minuten fahren, zehn Minuten Pause

Mehr Info:  http://www.vollgas-rennspass.de

Donnerstag, 10. März 2016

Neue Gehäuse braucht die 101 !

Der Motor meiner 1931er 101 steht dann doch endgültig zur Überholung an. Nachdem im Vorjahr schon leichte Probleme aufgetreten waren, war es dann  zum Schluß (Glück im Unglück erst zum Schluß) der letzten Saison soweit. Die Kiste kam den Berg nicht mehr hoch. Erste Vermutungen, dass das an meinem Körpergewicht lag, zerschlugen sich zum Glück für mich. Zum Pech für mein Motorrad.  ;-)
Also Zylinder runter und da kam dann das ganze Disaster zutage. Irgendwie ziemlich trocken gelaufen die Kolben. Dafür ging es aber auf gerader Strecke noch ziemlich gut und ohne Klemmer. Dass der Kolben reichlich Spiel hatte, war schon im Vorjahr klar geworden, als die Zylinderkopfdichtung durchpfiff. In der Zwischenzeit muß dann noch was dazu gekommen sein.
Öl war genug da und ich denke, dass der Öler immer genug geliefert hat. Wird sich aber noch zeigen, wenn die Pumpe auseinandergenommen ist. Aber offensichtlich war das Spiel so groß, dass es zu keinem Klemmer gekommen ist. Aber vielleicht stand der Motor ja kurz davor.  Anyway - Shit happens.
Das Positive ist, dass zumindest das Getriebe soweit ok ist. Das Motorgehäuse muß allerdings geschweißt werden. Und da zeigte sich, dass der alte Guss doch reichlich in die Jahre gekommen ist. Viele Haarrisse auf der Steuerseite. Jeder Schweißversuch verursachte durch die Wärme wieder neue Haarrisse.
Und das, obwohl der Schweißer schon spezielles Material genommen hat, das bei anderen Indian Gehäuse zum Ziel geführt hat. Also guter Rat teuer. Laserschweißen könnte eine Möglichkeit sein. Werde ich mir noch einen für suchen (Freiwillige vor !). Denn das Gehäuse will ich nicht aufgeben.
Aber um vorwärts zu kommen, mußte ein neues Gehäuse herbei. Woher nehmen, wenn nicht stehlen ? Ein Gebrauchtes ging kürzlich für zusammen Euro 1.350 in USA bei Ebay über die Theke. Und die Steuerseite hatte ein großes Loch für Umlaufschmierung. Mit Transport und Einfuhrabgaben hätte das ca Euro 1.800 gekostet. Und die Gefahr, dass man bei gebrauchten Teilen, die man vorher nicht gesehen hat, die Katze im Sack kauft, ist natürlich auch groß. 
Aber ich hatte in Erinnerung, dass da einer in Down Under Repro Gehäuse fertigt. Kontakt hatte ich schon mal vor ein paar Jahren. Um die Sache kurz zu machen: Mark Lesek von >>Dynamic Welding<< über Facebook (manchmal ganz nützlich) angeschrieben.
Mark ist selbst Indian Fahrer und der Aufbau seiner 101 war der Anlass in seinem Betrieb ein Gehäuse nachzufertigen. Ein bisschen Hin und Her wegen Preis und Termin und seit letzer Woche liegt bei mir ein funkelnagelneues 101 Gehäuse auf der Werkbank.
Sieht ganz gut aus und zumindest mit Mark's vorhandenem Steuerdeckel liefen die Nocken sauber. Das ein oder andere muß >>US-Classic-Bikes-Thomas<< sicherlich noch anpassen, aber wir sind guter Dinge, dass das alles machbar sein wird. Poliert werden soll das Gehäuse auch noch.
Da bei meinem Motor eh einiges neu gemacht werden muß, habe ich mich entschieden einen 900ccm Stroker Motor aufzubauen. :-))) Bis zum internationalen Indian Treffen Ende Juli soll alles fertig sein. Und da ich ja den neuen Motor vorher dann noch einfahren muß, könnte es schon für Münstereifel reichen. Also - Hau rein Thomas !